Wanderung rund um Wolkenstein
Bei morgentlich kühlem und windigen Wetter starteten wir unsere Tour am Schloß Wolkenstein. Erbaut wurde zunächst eine Burg im 13. Jahrhundert auf einem massiven Felsvorsprung. Schnell entwickelte sich aufgrund von Erzabbau eine pulsierende Stadt, die mehrfach abbrannte. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Gegend an der Zschopau touristisch erschlossen.
Bereits beim 1. Abstieg boten sich wunderbare Blicke ins Tal zu Honeckers Privatzug, der inzwischen zum Hotel umgebaut wurde.
Dann ging es bergauf und -ab, über Wald- und Feldwege, Felsentreppen und Blühwiesen. Eine Herausforderung war der alpine Wandersteig, den alle mit Bravour gemeistert haben. Am Aussichtspunkt Wolkensteiner Schweiz konnten wir schnell nachvollziehen, warum diese wunderschöne Gegend auch als „sächsisches Rothenburg“ bezeichnet wird. Am Anton-Günther-Rastplatz legten wir eine Rast ein, auf diesem Abschnitt der Strecke boten sich bei klarer Luft wunderschöne Aussichten. Wer hoch steigt, muss auch wieder runter – also ab über eine wunderschöne Blühwiese ins Tal und gleich wieder einen steilen Anstieg hoch in Richtung Wolkenstein. Das letzte Stück verlief entlang der Zschopau, vorbei an still gelegten Stollen, schönen Felsformationen und einem alpinen Klettersteig. Leider hatten wir unsere Seile nicht mit. Deshalb der Aufstieg zum Schloß durch die Wolfsschlucht. Wölfe gab es hier nie, aber bei Wind kann man das Jaulen der Wölfe hören. Das sollte für heute die letzte große Herausfordung werden. Auch hier warteten es an jeder Ecke wunderschöne Ausblicke. Oben angekommen freuten sich alle auf ein kühles Getränk im „Grenadier“. Die Einkehr war dann das letzte Highlight. Wir wurden in die Zeit von Napoleon versetzt, die Gaststube ist mit historischen Stücken aus dieser Zeit eingerichtet.
Ein sehr schöner Tag mit viel Wind, aber ohne Regen fand hier bei traditioneller Musik und einem schönen Essen sein Ende.